Politisches Komplott mit umstürzlerischen Zielen

Einbahn Polizeistaat

Einbahn Polizeistaat

Egal wohin das Auge reicht: Allerorts wird mit viel Verve, erstaunlicher Liebe zum Detail und schier unbegrenzten Budgets an der Vernichtung, Vertreibung, Inhaftierung von Alles und Allem gearbeitet, das nicht in ein atemnoteng geschnürtes Korsett einer kleinen, spießigen Welt passt.

Das erstaunt nicht wirklich. Seit Jahrhunderten läuft das Werkl. Die Eliten brocken die Suppe ein, die Massen jubeln, und die bedrohlichen, die kriminellen, die anderen Anderen sollen sie auslöffeln. Das hält in jedem Fall schadlos. Bis auf den Ausnahmefall, wenn die bösen Anderen stur und uneinsichtig sind oder sich gar erdreisten, in den Anderen, uns und unsere fürsorglichen Eliten zu sehen. Dann stehen wir vor einem veritablen Auslöffel-Problem. Da hilft kein zurück. Kein Gott. Kein Kaiser. Kein Vaterland.

Mit Verlust ist zu rechnen. Weiterlesen

Friedrich, du wirst beobachtet!

No rights

No rights

Empörung hatte über die letzten Jahren eine unerfreuliche Konjunktur. Nicht nur wegen immer wieder auf den Nachrichtentabloids präsentierter Skandale, sondern auch deshalb, weil Empörung an sich so schön ist. Unmittelbar. Wir spüren, wie sich das Innere einen Weg nach außen bahnt, und da draußen passiert – heureka! – nichts. Keine konkreten Adressat_innen, keine unausweichlichen Resistenzen, keine Strategie, kein Plan. Wir spielen alle eine Rolle. Wenigstens auf Twitter. Leb wohl Freiheit, uns geht es nun besser.
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Die Polizeistaatsspirale dreht sich immer schneller

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Die Forderung der Wiener Refugees nach Löschung ihrer Fingerabdrücke geht uns alle an.
Nicht aus Überzeugung, Empathie oder caritativem Mitleid, sondern weil hier Fakten geschaffen und ein Commitment erzeugt werden, die sich immer stärker verselbständigende polizeilich-militärische Apparate benützen, um den totalen Überwachungsstaat durchzusetzen.

Das betrifft uns alle und beseitigt unseren demokratischen Rechtsstaat. Nicht erst morgen, sondern bereits heute.
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In Memoriam Eric Hobsbawm – Die Belagerung der Gesellschaft

Im Spinnennetz der Geschichte

Im Spinnennetz der Geschichte

Die Krise dauert ohne Aussicht auf ein Ende an. Und sie zielt unübersehbar von den Peripherien auf den Kern der geopolitischen Machtzentren. Wir müssen auf einiges gefasst sein.

„Es wird Blut fließen, mehr als das, viel Blut, das Leid der Menschen wird zunehmen.“ (Eric Hobsbawm 1917 – 2012)

2004 schrieben David Graeber, der es mit seinem Buch „Schulden. Die ersten 5000 Jahre“ in die europäischen Bestsellerlisten brachte, und der viel zu wenig bekannte Andrej Grubačić in ihrem Beitrag „Anarchism, Or The Revolutionary Movement Of The Twenty-first Century„, dass das Zeitalter der Revolution nicht vorüber ist. Und tatsächlich deutet einiges darauf hin.
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google knipst grenada das licht aus

suche auf wikipedia

suche auf wikipedia

er zündete bei tage ein licht an und sagte: „Ich suche einen Menschen“. dieser satz, der dem altgriechischen philosph diogenes zugeschrieben wird, trifft zweitausend jahre später auf mehr menschen denn je zu. das internet ist weniger eine fundgrube, als eine grube, in die die suchenden fallen.

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Antworten an Spammer

Auch Spammer freuen sich, wenn eine neue E-Mail in ihrem Postfach landet.

Seit hierzulande alle Telekommunikationsdaten gespeichert werden, antworte ich fleißig allen Spams. Ich habe mir drei Vorlagen gebastelt: Eine Antwort betreffend Anbote rund um den Penis, eine für Aktien-Empfehlungen und eine für legales Glücksspiel. Damit beantworte ich ca. 93 % aller Spams rasch und treffsicher. Weiterlesen

Teurer Freund – Ghost Dog II

„(1) Jeder ‚Daten‘-Halter ist verpflichtet, eine Bestandsnachweisung der von ihm gehaltenen ‚Daten, ZB E-Mails, Telefonate‘ zu führen, die auf dem Laufenden zu halten ist. (2) Jeder ‚Daten‘-Halter ist verpflichtet, der zuständigen Ortspolizeibehörde die ‚Verbindungsdatenlisten‘ auf Anfordern vorzulegen, Auskunft zu erteilen und seine ‚Daten‘ sowie Einrichtungen zur ‚Daten‘-Haltung (‚Server‘) jederzeit zur Besichtigung bereitzustellen.“

Die Zeitschrift Computerwelt wies vor zwei Jahren durch einen kleinen Kunstgriff auf die frappierende Ähnlichkeit heutiger Überwachungstendenzen mit faschistischen Systemen hin: Sie ersetzte im Reichs-Brieftaubengesetz der Nazis vom 10. Oktober 1938 das Wort Brieftauben durch technisch neuere Begriffe. Weiterlesen