Erfragt unser Schicksal

Memorial Kreuzstadl, errichtet auf Initiative des Vereins RE.F.U.G.I.U.S

Memorial Kreuzstadl, errichtet auf Initiative des Vereins RE.F.U.G.I.U.S

„In der Nacht vom 11. zum 12. September 1946 fuhr ein Auto von Rechnitz nach Lockenhaus. Auf der Höhe des Geschriebensteins wurde der Wagen, dessen Inhaber* Juden* waren, von unbekannten Tätern* beschossen, wobei Nikolaus Weiß getötet und Abraham Grünwald schwer verletzt wurde. Wieder hatte die Nazifeme zugeschlagen.“

Auf diesen Text an einer Tafel stößt du sehr schnell, wenn du von der Straße beim Rechnitzer Billa in einen Feldweg auf der anderen Seite einbiegst. Mit antisemitischen Morden nach der Befreiung des ersten Hitler-“Opfers“ rechnest du nämlich nicht, geschweige, dass du den Begriff Nazifeme kanntest.

Es war nicht „nur“ dieser eine Fememord von Nazis*, der im südburgendländischen Rechnitz kurz nach der Befreiung durch die Rote Armee verübt wurde. Weiterlesen

Das war 1. Mai 2014

Die soziale Revolte, sie kommt

Die soziale Revolte, sie kommt

600 Leute fanden sich zur MayDay 2014 am Wiener Columbusplatz ein, um ihrem Protest gegen die [Stadt]Politik Ausdruck zu verleihen. Inzwischen ist manifest, was vor Jahren als harmloses Projekt der Stadterneuerung begonnen wurde: Eine abgeschottete Gesellschaft, die sich im Einvernehmen mit Spekulationsgeschäften und Akkumulationsstrategien zu befinden wähnt und ihre lächerlichen Habseligkeiten mit Überwachungswahn und Polizeimethoden glaubt, absichern zu können. Doch das Nützlichkeitdogma und die damit verbunden Verwertungsstragien beginnen an den Rändern der sogenannten Mittelschicht einzudringen.
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