Arbeite langsam – Ein Vorsatz fürs Neue Jahr 2018

Wir haben es gehört. Bald kommt der 12-Stunden-Arbeitstag. Arbeiten bis zum Umfallen, um den Reichtum des Kapitals zu mehren. Ist das das unvermeidliche Schicksal der Lohnabhängigen?

Der vor sechs Jahren verstorbene Singer-Song-Writer Enzo del Re brachte 1974 das Vinyl Il banditore heraus, auf der sich das Lied Lavorare con lentezza, Arbeite langsam, befindet. Lavorare con lentezza ist eine Hymne auf das, was in Wien als obizahn, ‚runterziehen‘, bekannt ist. Also, physisch bei der Arbeit zu sein, gerade das Nötigste tun und deine Energien für die wichtigen Dinge im Leben sparen.
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Die Wienwoche und ihre Plastikkathedrale

morgen mach ich blau

morgen mach ich blau…

Also machte ich mich auf die Suche. Doch wo beginnen? Gefühlt begegnet mir dieses Graffiti an jeder Ecke, an jedem Tag. Gefühlt war ich mir auch sicher, jede Wette, dass ich dieses Graffiti schon mal fotografiert hätte. Ein Irrtum. Ich entscheide mich, meine Spurensuche im Umkreis von U-Bahnstationen zu starten. Keine schlechte Wahl, wäre da nicht die auch in Wien überhandnehmende Vandalisierung des öffentlichen Raums durch Immobilienbesitzer_innen. Wienwoche, du machst mir mein Leben nicht einfach.

„’Heute mach ich blau‘ – [ist] keine Aufforderung, am nächsten Tag einfach nicht zu arbeiten, sondern eine politische Forderung nach einer anderen Gesellschaft“, sagte Ivana Marjanovic, Mitglied der künstlerischen Leitung der Wienwoche, letzten Mittwoch in einer Pressekonferenz. Die Wienwoche, diesjähriges Motto Dolce far niente sei von diesem Graffiti inspiert worden berichtet der staatliche Rundfunk ORF.
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