Als Portugal gestohlen wurde – Schluß

greve geral - Generalstreik

greve geral – Generalstreik

Irrlichternde Figuren, an die Menschen glauben, bestimmen die Geschicke unserer Welt.

Am 6. Dezember setzte der Gouverneur der Bank von Portugal, Comacho Rodrigues, eine Sondersitzung ein. Das unerklärliche Auftauchen unzweifelhaft echter 500-Escudo-Scheine musste geklärt werden. Nach Übereinkunft aller Teilnehmer_innen sah man keine Möglichkeit, die echten regulären von den echten irregulären Banknoten zu unterscheiden. Als Notmaßnahme einigte sich das Board kurzerhand darauf, alle im Umlauf befindlichen 500-Escudo-Noten einzuziehen. Vor den wichtigsten Banken versammelte sich eine wütende Menschenmenge, die nur mit Polizeigewalt unter Kontrolle gehalten werden konnte.
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Als Portugal gestohlen wurde

... unser leben geraubt ...

… unser leben geraubt …

Staatskrisen sind immer Wirtschaftskrisen. Bankenkrisen sind immer
Wirtschaftskrisen. Und aus Wirtschaftskrisen resultieren immer soziale
Krisen.

Fast immer. Und fast überall. Immer und überall passieren im Vorfeld der Krise Machenschaften, die die Krise ins Rollen bringen, wenn sie tief genug, bis zu den zentralen Organen des Staatssystems vordringen.

Am 25. Dezember 1925 platzte die portugiesische Banknotenblase: Das Land in der Krise, war der Aufmacher eines investigativen Artikels in der Tageszeitung O Século. Einen Tag später wurde der 28-jährige Artur Virgilio Alves dos Reis auf seiner Flucht festgenommen. Kurz davor scheiterte Artur Virgilio Alves dos Reis beim Versuch die Bank von Portugal zu übernehmen. Doch bis dahin lief alles perfekt.
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