Tiefseefischer_innen in Wien

solidarite avec les marins pecheurs

solidarite avec les marins pecheurs

Wer dieser Tage aufmerksam durch die Straßen Wiens spaziert, läuft ihnen über den Weg.

Plakate mit charakteristischen Grafiken und – noch seltsamer – Botschaften auf französisch. „Solidarität mit den Tiefseefischer_innen“ wird auf einem eingefordert. Ein anderes kündigt an, dass „ihre Kampagne beginnt“, [aber] „unser Kampf weiter geht“. Das nächste zeigt einen Kopf mit verbundenen Augen, offenem Mund und davor ein stilisiertes Mikro, worunter knapp steht: „Freie Information“.
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Des Handlungsreisenden Steinböcks große Not

John Maynard Keynes

John Maynard Keynes

In Erwägung, dass Herr Steinböck in absehbarer Zeit seine finanziellen
Angelegenheiten nicht bereinigen kann, wurde beschlossen, ihn in die
Pflicht zu nehmen.

Es scheinen keine Ewigkeiten vergangen zu sein, als sich mal hier, mal dort, ein Herr mit grauem Hut am Straßenrand aufhielt, mehr einen Schritt auf der Fahrbahn zu viel als tatsächlich am Rand. Energisch streckte er den Automobilist_innen seine Hand vor die Windschutzscheibe, fuchtelte herum, sein Gesicht, von Natur aus kein freundliches, verfinsterte sich, wenn die vorbei donnernden Kraftfahrzeuge ihr Tempo nicht verringerten.
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Evo lehrt Morales

Evo Morales und Hugo Chavez in Wien

Evo Morales und Hugo Chavez in Wien

Ökozid oder Genozid. Evo Morales warnte mit drastischen Worten vor einem Scheitern des Klimagipfels in Cancún.

Cancún ist gescheitert

Evo Morales, Präsident des plurinationalistischen Staates Bolivien, kann als Rufer in der neoliberal-hegemonialen Wüste betrachtet werden. Buchstäblich. „Seen vertrocknen, Dürre und im Amazonas-Becken erfrieren die Fische,“ schildert Evo Morales die Auswirkungen des Klimawandels in den Ländern des Südens. Der reiche Norden hat drängendere Probleme. Das Gespenst des Nazismus geht um. Punktuell brechen soziale Unruhen aus, in Rom, Athen oder London. Wenn Politik von Millionär_innen für Millionär_innen umgesetzt wird, kann das den sozialen Frieden nachhaltig in Gefahr bringen. Diese Lektion lernt Europa gerade wieder.

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Luftnotstand

Tanz auf der Luftburg. Zwischen Gegendruck und Schwerkraft.

religiöser Weltzustand

religiöser Weltzustand

„In der wirklich verkehrten Welt ist das Wahre ein Moment des Falschen.“ Guy Debord

 

„Es liegt im Wesen dieser religiösen Bewegung, welche der Kapitalismus ist, das Aushalten bis ans Ende, bis an die endliche Verschuldung Gottes, den erreichten Weltzustand der Verzweiflung auf die gerade noch gehofft wird. Darin liegt das historisch Unerhörte des Kapitalismus, daß Religion nicht mehr Reform des Seins sondern dessen Zertrümmerung ist. Die Ausweitung der Verzweiflung zum religiösen Weltzustand aus dem die Heilung zu erwarten sei.“ Walter Benjamin

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