Weihnachts(t)räume in Wien

Die rot-grüne Stadtregierung packt im Weihnachtstrubel das Gewissen und fordert zu einem solidarischen Zusammenleben auf.

Voll bepackt am heutigen Einkaufsfeiertag aus der Mariahilferstraße, über den grau-braunen Haufen gestolpert, den prekarisierte Schneeräumer_innen nächtens mit ihren Schaufeln hier zusammengeschoben haben. Und darüber: Die Stadt Wien bittet Sie für BettlerInnen und StraßenmusikantInnen immer ein paar Münzen bereitzuhalten. Wie bitte, ein zweites Mal drübergelesen: Die Stadt Wien bittet Sie für BettlerInnen und StraßenmusikantInnen immer ein paar Münzen bereitzuhalten. Sie tragen damit zu einer gesellschaftlichen Akzeptanz von Betteln und Musizieren bei und leisten somit einen wertvollen Beitrag zu einem solidarischen Zusammenleben. Die Stadt Wien. Wien gehört allen.

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Hass und die Biopiraterie

Hass Avocado

Hass Avocado

Niemand kann sagen, woher die Hass genau herrührt. Gesichert ist: Wir verdanken die Hass einem gärtnernden Briefträger.In den späten 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts trug es sich zu, dass A.R. Rideout aus Whittier im fernen Kalifornien eine seltsame Avocado großzog. A.R. Rideout war ständig auf der Suche nach neuen Avocado-Varietäten, und dieses Mal hatte er etwas gänzlich Anderes.

Rudolph Hass, im Brotberuf Briefträger, erwarb von Rideout Samen dieser charakteristischen Avocado, um ihn als Veredelungsunterlage zu verwenden. Als diese Versuche allesamt nicht klappten, verhinderten Hassens Kinder die Fällung des Baumes, weil sie diese bestimmte Avocado der damals gängigen Fuerte-Avocado vorzogen.
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