Chemin Walter Benjamin, der F-Weg

ruta walter benjamin

"Der Klassenkampf, der einem Historiker, der an Marx geschult ist, immer vor Augen steht, ist ein Kampf um die rohen und materiellen Dinge, ohne die es keine feinen und spirituellen gibt."

“Olivenbäume sollten unsere Grenzen sein”, schrieb 1976 Dani Karavan, Planer des Passagen-Denkmals in Portbou. Und gerne wollte man hinzufügen: Unsere Möglichkeiten sollten unsere Grenzen sein.

Die Grenze zwischen Spanien und Frankreich wird nicht mit Olivenbäumen in die Landschaft geschrieben. Dafür ist das Klima zu unwirtlich. Oben am Coll de Rumpissa, auf etwa 500 Metern über Meer, fühlt man sich mehr in alpine Höhenlagen unterhalb der Baumgrenze versetzt. Der Wind wälzt sich in mitunter heftigen Böen von den schneeweißen Gipfeln der Pyrenäeen weit übers Meer, die Wege sind hier oben felsig und hinter jeder mehr als nur schmächtigen Korkeiche lauert ein wilder Stier.
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Eine kleine Geschichte über Banyuls-sur-mer

Banyuls-sur-mer

Blick auf Banyuls-sur-mer

Es war einmal ein Flüchtling. Er behauptete, in seinem Land verfolgt zu werden, und sogar um sein Leben müsste er fürchten. In der Dorfgemeinschaft lebte er mit, ohne von ihr aufgesogen zu werden oder seine Identität zu verlieren. Mit seiner Lebensgefährtin engagierte er sich für Menschen mit ähnlichen Schicksalen. Für Leute, die aus verschiedenen niederträchtigen Motiven von der Obrigkeit verfolgt, ins Gefängnis geworfen oder von Ermordung bedroht waren. Continue reading

google knipst grenada das licht aus

suche auf wikipedia

suche auf wikipedia

er zündete bei tage ein licht an und sagte: “Ich suche einen Menschen”. dieser satz, der dem altgriechischen philosph diogenes zugeschrieben wird, trifft zweitausend jahre später auf mehr menschen denn je zu. das internet ist weniger eine fundgrube, als eine grube, in die die suchenden fallen.

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Wildnisgebiet Schweiz

Die Schweiz hat wieder einmal abgestimmt. Über den langsamen Weg in die Wildnisgebiete unserer Zivilisation.
Der Langsamkeit der Schweizer_innen wird Beine gemacht, wenn Hassprediger_innen zur Abstimmungsinitiative rufen. Beinahe 53 Prozent der Berechtigten liefen zu den Urnen, um ihre tadeligen Nachbar_innen mit dem falschen Pass unter schlechten Umständen auch in die Urne zu bringen.
Wer mit dem Schweizer Gesetz in Konflikt gerät, wird nun vollständig automatisiert aus dem Land geworfen, wo in den Bächen heiße Schokolade fließt und auf den Bäumen Käse wächst. Der Appenzeller stinkt aber langsam zum Himmel.

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Solidarität mit Elias Bierdel und Stefan Schmidt

Das deutsche Schiff Cap Anamur rettete im Juni 2004 37 Menschen aus Seenot.Für diese Rettungstat stehen Kapitän Stefan Schmidt und der frühere ARD-Korrespondent Elias Bierdel in Italien seit mehr als vier Jahren vor Gericht. Der Vorwurf der italienischen Justiz lautet auf "Beihilfe zur illegalen Einreise im besonders schweren Fall". Den beiden Lebensrettern drohen Haft und Geldstrafen in schwindelerregender Höhe.

Der Förderverein PRO ASYL schreibt auf seiner Webseite: "Wir sind empört über den Versuch, couragiertes Handeln zu kriminalisieren und die Existenz von Elias Bierdel und Stefan Schmidt zu zerstören. Wir fordern ihre umfassende Rehabilitierung. Humanitäre Hilfe ist kein Verbrechen." Und weiter: "Der eigentliche Skandal ist, dass das Sterben vor den Toren Europas weiter geht, nicht dass mutige Menschen es durch Seenotrettung verhindern wollen."

Am 20. Mai ist der nächste Verhandlungstag mit dem Plädoyer der Verteidigung. PRO ASYL ruft deshalb zu einer Solidaritäts-Aktion auf: www.pro-asyl.de/de/home/aktion-humanitaere-hilfe-ist-kein-verbrechen/

Am Montag, dem 18. Mai 2009, findet um 19.30 Uhr im Albert Schweitzer-Haus eine Veranstaltung mit Elias Bierdel statt.

Quellen:

http://www.pro-asyl.de/de/home/aktion-humanitaere-hilfe-ist-kein-verbrechen/
http://www.sosmitmensch.at/stories/2364/
http://www.oneworld.at/start.asp?ID=227933