Coops für die Zukunft

Ein Bus von Irizar in Irland

Bus Eireann von Irizar in Irland

Dieses Jahr haben die Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt. Damit soll auf die weltweite Bedeutung dieser nicht profitorientierten Unternehmensform hingewiesen werden.

UN-Generalsekretär Ban-Ki Moon begründet diese Entscheidung mit der Verbindung von Wirtschaftlichkeit und sozialer Verantwortung, die die Genossenschaften der internationalen Gemeinschaft vorleben.

Das Genossenschaftswesen in der Welt

Europaweit sind über 150.000 Genossenschaften mit mehr als 120 Millionen Genossenschafter_innen registriert. Während weltweit rund 300 Millionen Personen Aktien besitzen, ist die Zahl der Genossenschafter_innen dreimal so hoch: 1 Milliarde Menschen sind genossenschaftlich organisiert. Besonders stark sind Genossenschaften in Asien verankert. Und so verwundert es nicht, dass das Internationale Jahr 2012 einer Initiative der Mongolei zu verdanken ist. Continue reading

Mutter Erde im Ramschladen

Anfang des Jahres schien es, als ob “Revolution” das Wort des Jahres
2011 werden würde. In der Halbzeit stehen die Chancen für den
Mitbewerber “Ramsch” ganz gut.

frische luft

Noch um die Jahrtausendwende wurde die Einführung einer neuen europäischen Währung enthusiastisch bejubelt. Einem der stärksten Wirtschaftsräume der Welt verpasste man eine identitätsstiftende gemeinsame Währung. Nie mehr der halsabschneiderische Stopp an der grenzwertigen Geldwechselstube, lautete das schlagende Argument für nationalökonomieferne Bevölkerungsschichten.
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Der Krocha 2010

wikipedia zitiert das Phänomen der Krocha als ein kurzfristiges und
eher lokales. Der langfristige und eher lokale Kracher der
2010-er-Jahre wird der Beteiligungshaushalt.
Es kracht ganz ordentlich im Gebälk der Kommunen. Der kommunistische Kremser Gemeinderat Franz Kral berichtet in seiner Bugetrede von Leistungskürzungen, Abgabenerhöhungen und trotzdem steigendem Schuldenstand.
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Modelle aus der Krise

Die westliche Gesellschaft steckt in einer Krise, an der sich PolitikerInnen in den letzten Jahrzehnten die Zähne ausbeißen. Traditionelle politische Instrumente greifen nicht mehr. Für den deutschen Philosophen und Soziologen Hans Harms heißt der Weg aus der Krise Partizipation. Teil 1.

Arbeit im Vordergrund, nicht Kapital

Westliche Gesellschaften werden einzig über den Mechanismus Arbeit organisiert, der damit gänzlich überfrachtet ist, analysiert Harms. Denn Arbeit ist nicht nur da, um Einkommen zu erzielen, sondern auch, um an gesellschaftliche Sicherungssysteme anzukoppeln, persönliche Identität und gesellschaftliche Rollen zu schaffen. „Wir glauben, unsere Probleme über Arbeit zu lösen. Ich glaube aber, dass Arbeit und Abhängigkeit von Arbeit unser eigentliches Problem ist. Damit geraten wir in enorme Widersprüche”, so Harms. Mit immer weniger Arbeit wird immer mehr produziert und werden immer mehr Menschen von Arbeit ausgegrenzt. Das führt in eine Sackgasse, da im begrenzten Weltwirtschaftssystem kein unbegrenztes Wachstum möglich ist. Harms hält das Modell des bedingungslosen Grundeinkommens und die dahinterstehende Überlegung, dass jedem und jeder ein Teil des gesamtgesellschaftlich produzierten Reichtums zusteht, für eine realistische Alternative: Ob er/sie arbeitet oder nicht, ob Bankdirektor oder arbeitslos, jedeR hat Anspruch auf dieses Einkommen. Continue reading